Frauenspezifische Themen2017-09-29T09:00:46+00:00

Frauenspezifische Themen (z.B. Wechseljahre)

Der Schwerpunkt meiner Praxistätigkeit ist die Begleitung von Frauen während hormoneller Dysbalancen in ihrem Frau-Sein. Bereits mit Beginn der Pubertät und während der ersten Menstruation können sich zyklusabhängige Beschwerden und prämenstruelle Symptome (PMS) einstellen. Die monatliche Blutung ist dann oft beeinträchtigt durch Bauchschmerzen, Unterleibskrämpfe, psychische Labilität, Kopf-und Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen u.v.m. Auch das Ausbleiben der Menstruation oder besonders starke Regelblutungen sowie Gewichtszunahme und Hautprobleme können Zeichen eines hormonellen Ungleichgewichts sein.

Hormone spielen aber auch bei Kinderwunsch, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren eine ganz wichtige Rolle und bestimmen so Manches mit. Darüber informiere ich Sie gerne in meiner Praxis. Auch, wie man diese Regulation behutsam aber nachhaltig unterstützen kann.

Hormonbedingte Erkrankungen und Störungen müssen aus naturheilkundlicher Sicht immer multifaktoriell angegangen werden. Das ist einerseits natürlich der Blick auf den Hormonhaushalt mit den Korrekturmöglichkeiten, die wir da haben. Andererseits auch unser reiches Reservoir an Heilpflanzen, Komplexhomöopathika oder auch die gezielte den Beschwerden angemessene Gabe von Vitaminen, Spurenelementen und anderen Wirkstoffen, die sich als nützlich erwiesen haben.

Unterstützt wird diese Therapieoption durch ein Ernährungs-Bewegungs-und Entspannungskonzept, damit der Ausgleich zwischen dem aktiven und oft stressbelasteten Anteil des Nervensystems dem Symphatikus und dem entspannenden und ausgleichen Parasymphatikus erhalten bleibt; denn nur wenn beide optimal kooperieren können hormonelle Interaktionen und andere Therapieansätze gelingend gestaltet werden.

Klimakterium/Wechseljahre/Menopause

Der  Begriff Klimakterium definiert den Zeitraum um das Erlöschen der ovariellen Funktion. Es ist ein natürlicher Lebensabschnitt der Frau und keine Erkrankung. Ursachen sind der Rückgang der ovariellen Funktion der Eierstöcke und dem damit verbundenen  Absinken der Progesteron-und Estrogenspiegel.

Das Absinken des Progesteronspiegels beginnt meist bereits Mitte des 3. Lebensjahrzehnts und ist ein kontinuierlicher Prozess, während die Estrogene erst später und schneller abnehmen. Durch diese Verschiebung entsteht eine sogenannte Estrogendominanz, also das Überwiegen der Estrogenkonzentration im Verhältnis zum Progestronspiegel. Verstärkende Faktoren der Estrogen Dominnz sind die Aufnahme von Estrogen in belasteten Nahrungsmitteln wie Fleisch–und Milchprodukte sowie das Vorkommen von Estrogenen in Kosmetika, Plastikartikeln, im Trinkwasser und in gentechnisch veränderten Produkten mit erstrogenartiger Wirkung wie z.B. Soja.

Während hormoneller Umstellungsphasen wie den Wechseljahren leiden viele Frauen unter zum Teil massiven Beschwerden. Doch die Zufuhr synthetischer Hormone – also körperfremd in ihrer chemischen Struktur – hat sich in vielen  Studien als problematisch- herausgestellt.

Wir haben hier eine breite therapeutische Palette, nicht nur hormonelle Wirkstoffe, die im Klimakterium Erleichterung verschaffen können, sondern vor allem auch oftmals den gefürchteten Folgeerscheinungen wie Osteoporose Einhalt gebieten.

Bioidentische Hormontherapie

Sind bioidentische Hormone aus pflanzlichen Quellen damit eine adäquate oder gar risikoärmere Alternative zu den synthetisch hergestellten, die vor allem ­während der Wechseljahre – trotz ­bekannter Risiken wie einem erhöhtes Brustkrebsrisiko – immer noch zahlreich verschrieben werden? Oder sollte auf Hormone gänzlich verzichtet werden? Diese Fragen beschäftigen viele Frauen, die gerade in Phasen hormoneller ­Umstellung oder bei Menstruationsproblemen, bei Nebenwirkungen während und nach Einnahme der Pille, Depressionen, Burnout, unerfülltem Kinderwunsch, Gewichtszunahme oder Wechseljahrbeschwerden mit Symptomen wie Osteoporose oder Schlafstörungen konfrontiert sind und verzweifelt nach Hilfe suchen.

Ich denke ja, obwohl, wie bereits ausgeführt, diese Hormone nicht den wissenschaftlichen Beweis für ihre Wirkung und Wirksamkeit angetreten haben. Das wird, da bin ich zuversichtlich, noch kommen. Ich beobachte die Entwicklung sehr genau.

Kommen auch Männer in die Wechseljahre

Auch Männer in der Andropause (dem männlichen Äquivalent zu den Wechseljahren der Frau), wo Schwankungen im Hormonhaushalt als Erektions- und Potenzstörungen, Libidoverlust, Muskelschwund, nachlassende Testosteronproduktion oder Erschöpfungssyndrom manifest werden, stehen vor dem Problem, wie sie mit einem sich wandelnden Hormonhaushalt umgehen sollen.

Positive Sichtweise auf die Phasen hormoneller Veränderung

Die Phasen hormoneller Veränderung sind immer auch Übergangsweisen in einen neuen Lebensabschnitt. So beschreibt die Pubertät einen Weg von der Adoleszenz zum Erwachsenenalter, die Schwangerschaft gibt dem Frausein eine neue Qualität und Wechseljahre oder Andropause  spiegeln den Übergang in eine Zeit jenseits von Kinderkriegen und permanenter beruflicher und privater Verfügbarkeit wider.

Die in vielen Kulturen für diese Übergänge zelebrierten Rituale wie Initia­tionsprozesse, Schwangerschafts- und Fruchtbarkeitsmythen oder Würdigung des Alters geraten in hochzivilisierten technokratischen Gesellschaften zunehmend in den Hintergrund und lassen den Einzelnen allein mit diesen Transformationsprozessen. In einer Gesellschaft, die das Ideal  der ewigen Jugend propagiert und den Tod, Funktionseinbußen und alle natürlichen Alterungsprozesse tabuisiert, sind hormonelle Veränderungen mit all ihren Symptomen eine große Herausforderung

Einteilung des Klimakteriums

Prämenopause

Etwa 15 Jahre vor der eigentlichen Menopause. Dieser Abschnitt ist bereits durch sinkende Progesteronspiegel und nachlassende Estradiolproduktion gekennzeichnet. Dies kann bereits mit Zyklusanomalien, nachlassender Fruchtbarkeit, und Wechseljahresbeschwerden wie Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit, Libidomangel etc. einhergehen.

Menopause

Zeitpunkt der letzten Regelblutung; meist zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr. Bei manchen Frauen kann dies aber auch erheblich früher sein, hier sprechen wir dann von einer vorzeitigen Menopause, dem Klimakterium präcox.

Perimenopause

Übergansphase zwischen Prä-und Postmenopause, also die Zeit um die Wechseljahre; kann manchmal bis zu 5 Jahren dauern. Hier treten gehäuft Beschwerden und Symptome wie Zyklusunregelmäßigkeiten, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungslabilitäten, Gewichtszunahme, trockene Schleimhäute, Libidomangel, Osteoporose, Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Unruhe u.v.m. auf.

Postmenopause

Ist seit dem Ausbleiben der letzten Menstruation mindestens ein Jahr vergangen, dann sprechen wir vom Beginn der Postmenopause. Auch hier finden sich oben genannte Symptome noch häufig und können mit pflanzlichen, komplexhomöopathischen oder bioidentischen Präparaten gut begleitet werden.

Im Folgenden eine Übersicht typischer Wechseljahresbeschwerden

Klimakterische Beschwerden  werden  unterschiedlich stark empfunden. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Befindlichkeitsstörungen, Zyklusveränderungen, Organveränderungen und, insbesondere auch Herzkreislaufbeschwerden – beispielsweise paroxysmale Tachykardien (Anfallsweise Auftreten von Herzrasen), Palpitationen (Herzklopfen) – sowie die Abnahme der Knochendichte u.v.m.

Vasomotorisch vegetative Dysbalancen

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Kreislaufinstabilität
  • Kältegefühl

Organische Dysbalancen

  • erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt)
  • Haarausfall und Zunahme der Gesichtsbehaarung wegen erhöhter Androgene
  • Fluor vaginalis (Ausfluss aus der Scheide)
  • Gewichtszunahme
  • Harnwegsbeschwerden/vaginale Trockenheit
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Libidostörungen (Verminderte Lust auf Geschlechtsverkehr)
  • Obstipation (Verstopfung)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Palpitationen (Herzklopfen)
  • Zyklusanomalien
  • Postmenopausenblutung
  • Rücken- und Gelenkbeschwerden
  • Polyarthritis
  • Austrocknung der Haut mit Faltenbildung wegen Kollagenverlust

Psychische Dysbalancen

  • Angstgefühle
  • Cephalgie (Kopfschmerzen)
  • Depressive Verstimmungen
  • Insomnie*(Schlafstörungen)
  • Mattigkeit, Ermüdbarkeit
  • Lustlosigkeit
  • Neigung zum Weinen
  • Psychische Labilität
  • Reizbarkeit, Nervosität*
  • Schlechte Laune
  • Vergesslichkeit*
  • Vertigo (Schwindel)

Ganzheitlicher Therapieansatz

In der Naturheilkundlichen Praxis stehen viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. So können die oben genannten Beschwerden mit Phytotherapeutika als pflanzliche Mittel wie Cimicifuga, der Traubensilberkerze, Agnus Castus dem Mönchspfeffer, Rhodiola, dem Rosenwurz oder zugelassenen komplexhomöpathischen Präparaten zur oralen Einnahme, Injektion oder Infusion verabreicht werden. Auch die Substitution mit Mikronährstoffen zum Ausgleich von Mineralstoff- und Vitamindefiziten ist ein essenzieller Bestandteil.

In unsere Praxis hat sich vor allem die Anwendung der bioidentischen Hormontherapie in den vergangenen Jahren bestens bewährt und ist durch die Kooperation mit Schwerpunktapotheken, spezialisierten Laboren und durch permanente Fortbildung stets weiter entwickelt worden. Bereits die Substitution der Hormone Progesteron, Estradiol, Estriol, DHEA in sehr niedrigen Dosierungen kann hormonelle Dysbalancen ausgleichen und Phasen hormoneller Veränderungen ergänzend begleiten.

Bioidentische Hormone sind längst eine aus unserer Sicht adäquate Behandlungsmethode der ganzheitlichen naturheilkundlichen Therapie und wie Beobachtungen einzelner Therapeuten zeigen, oftmals in der Lage, den Leidensdruck vieler Frauen und auch Männer bei hormonellen Krisen deutlich zu mildern. Begleitet wird die Behandlung mit bioidentischen Hormonen durch Empfehlungen zur gesunden Ernährung, Bewegungstraining, mentale Entspannungstechniken wie Hormonyoga, MBSR als eine besondere Form der Achtsamkeitsmeditation, Qi-Gong, Autogenes Training, Homöopathie und Pflanzenheilkunde. Bioidentische Hormontherapie in ihrem ganzheitlichen Ansatz versteht sich nicht als isolierte Intervention in ein krankes System, sondern soll die Selbstheilungsaktivitäten fördern, die jedem ­Organismus immanent sind. Sie unterstützt nach unserer Wirkungshypothese in Übereinstimmung mit den ­körpereigenen Hormonen sanft und individuell und kann, wie Einzelbeobachtungen zeigen, die Lebensqualität deutlich verbessern.

Harmonisierung des Energieflusses

Die energetischen Aspekte dieser Therapie schaffen eine enge Verbindung zwischen den verschiedenen Seins Ebenen von Körper und Geist und lassen jenseits von hormonellen Turbulenzen wieder einen freien Energiefluss zu, der im Einklang mit den natürlichen Prozessen des Lebens steht.  Ziel ist es, die äußere und innere Stabilität eines Energiesystems mit seiner selbstregulierenden Funktion zu bewahren und die natürliche Rhythmik hormoneller Veränderungen wieder als dynamischen Ablauf zu verstehen, dessen Harmonisierung zur heilsamen Erfahrung wird.

Das achtsame Wahrnehmen dieser Bewegungen ist eine existentiell bedeutsame Erfahrung von Werden und Vergehen, die auch in den hormonellen Zyklen verschlüsselt ist. Sind wir in der Lage, die verloren gegangenen Bedeutungszusammenhänge wieder zu verstehen und in unser Sein zu integrieren, so wird gerade in den unterschiedlichen Phasen hormoneller Steuerungsprozesse jener archaische Code sichtbar, der das Dasein mit all seinen Wandlungsphasen und Rhythmen generiert.

Wenn die ganzheitliche Hormontherapie in ihrer Wirkweise die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen kann, dann ist der Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit auch in hormonell bewegten Zeiten wieder möglich und vermeintliche energetische Blockaden werden aufgehoben. So wird die Pubertät zur spirituellen Neuorientierung, die Schwangerschaft eine universelle Seins Erfahrung und Wechseljahre oder Andropause wieder ein Übergang in einen neuen und spannenden Lebensabschnitt.

Kinderwunsch

Viele Frauen und Männer wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Leider bleibt dieser Wunsch immer häufiger unerfüllt. Viele Faktoren können dafür verantwortlich sein. Dies sind sowohl organische als psychische und soziale Ursachen.

Von einer Sterilität oder Infertilität (Unfruchtbarkeit) spricht man, wenn innerhalb eines Jahres trotz regelmäßigem und ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Konzeption (Empfängnis) stattfindet.

Die Sterilität wird unterteilt in:

  • primäre Sterilität – bisher kein Eintritt einer Schwangerschaft
  • sekundäre, erworbene Sterilität – Sterilität nach vorheriger Schwangerschaft

Die Ursachen für die Unfruchtbarkeit sind bei Mann und Frau vielfältig. Die Ursache der Unfruchtbarkeit liegt jeweils zu 30-40 %  zu gleichen Teilen bei Männern und Frauen. Bei 15 % aller Paare bleibt die Ursache der Kinderlosigkeit ungeklärt.

Die höchste natürliche Fertilität der Frau liegt zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr und nimmt danach kontinuierlich ab. Mit dem Eintritt in die Menopause (Wechseljahre der Frau) endet die natürliche Fruchtbarkeit. Die natürliche Fertilität des Mannes nimmt ab dem 40. Lebensjahr langsam ab – sie kann jedoch in Einzelfällen bis ins hohe Alter bestehen bleiben. Viele Patienten suchen dann häufig eine ärztliche Kinderwunschsprechstunde auf und werden zu Methoden wie der Hormonstimulation, IVF, der In-vitro-Fertilisation, Befruchtung außerhalb des Körpers, zum Embryonentransfer oder zur ICSI Methode, Gewinnung von Samen aus Hoden und Nebenhoden, beraten. Dennoch werden viele Frauen auch nach zahlreichen Versuchen nicht schwanger, da die oft als körperlich und psychisch belastend empfundenen Methoden der Reproduktionsmedizin dies verhindern.

Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit

beim Mann

 

  • Gestörte Spermienproduktion-und Reifung
  • Toxine wie Nikotin, Alkohol
  • falsche Ernährung, Übergewicht oder extremes Ausdauertraining
  • langsame, bewegungsunfähige oder fehlgebildete Spermien
  • Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Antihistaminika, Zytostatika und Anabolika kann die Spermienproduktion vorübergehend vermindern.
  • Mumps-Erkrankung als Jugendlicher
  • Depressionen
  • Blockierte Samenleiter (beispielsweise infolge einer Chlamydien-Infektion) oder blockierte Kanälchen in den Nebenhoden
  • psychosozialer Stress
  • idiopathisch (ungeklärte Ursachen)
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Immunologische Ursachen
  • Über- und Untergewicht
  • Alkoholabusus
  • Essstörungen wie Anorexis nervosa, Bulimie
  • Stress

bei der Frau

  • Abnehmende Funktion der Eierstöcke mit zunehmendem Alter
  • Genetische Veränderungen der Eizellen
  • Gestörte Funktion der Eileiter oder Eierstöcke
  • verdickter Zervixschleim (etwa durch Nikotin)
  • Hormonell bedingte Fehlfunktionen (beispielsweise unzureichende Produktion der Eierstockhormone)
  • Endomitriose
  • Polyzystisches Ovar
  • Anovulation, fehlende Eisprünge
  • Progesteronmangel
  • Depressionen
  • Clamydieninfektionen
  • Medikamenteneinnahme wie Zytostatika, jahrelange hormonelle Verhütung
  • Hormonbelastete Nahrungsmittel
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Immunologische Ursachen
  • Über- und Untergewicht
  • Alkoholabusus
  • Essstörungen wie Anorexis nervosa, Bulimie
  • Stress

Ganzheitliche Therapiekonzepte

In der ganzheitlichen naturheilkundlichen Praxis wird der unerfüllte Kinderwunsch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. So stehen nicht nur organische Ursachen im Fokus der Behandlung, sondern auch die psychischen und sozialen Faktoren spielen eine entscheidende Rolle.  Behandlungsoptionen sind auch hier die Anwendung von Phytotherapeutika als pflanzlichen Mittel wie Cimicifuga, der Traubensilberkerze, Agnus Castus dem Mönchspfeffer, Rhodiola, dem Rosenwurz oder komplexhomöpathischen Präparaten zur oralen Einnahme, Injektion. Auch die Substitution mit Mikronährstoffen zum Ausgleich von Mineralstoff- und Vitamindefiziten ist gerade beim Kinderwunsch aus meiner Sicht ein essenzieller Bestandteil.

In unsere Praxis hat sich vor allem die Anwendung einer spezifischen niedrigdosierten  Hormontherapie in den vergangenen Jahren bestens bewährt und ist durch die Kooperation mit Schwerpunktapotheken, spezialisierten Laboren und durch permanente Fortbildung stets weiter entwickelt worden. Darüber informiere ich Sie gerne im meiner Praxis.

Bioidentische Hormone sind aus naturheilkundlicher und komplementärmedizinischer Sicht längst eine adäquate Behandlungsmethode der ganzheitlichen naturheilkundlichen Therapie und in der Lage, den Leidensdruck vieler Frauen und auch Männer bei hormonellen Krisen deutlich zu mildern auch wenn hierzu wissenschaftliche Beweise durch valide Studien fehlen. . Begleitet wird die Behandlung mit bioidentischen Hormonen durch die Empfehlung zur gesunden Ernährung, Bewegungstraining, mentale Entspannungstechniken wie Hormonyoga, MBSR als eine besondere Form der Achtsamkeitsmeditation, Qi-Gong, Autogenes Training, Homöopathie und Pflanzenheilkunde. Bioidentische Hormontherapie in ihrem ganzheitlichen Ansatz versteht sich nicht als isolierte Intervention in ein krankes System, sondern soll die Selbstheilungsaktivitäten fördern, die jedem ­Organismus immanent sind. Sie unterstützt in Übereinstimmung mit den ­körpereigenen Hormonen sanft und individuell und kann die Lebensqualität nach meinen Beobachtungen deutlich verbessern.

Harmonisierung des Energieflusses

Die energetischen Aspekte dieser Therapie schaffen eine enge Verbindung zwischen den verschiedenen Seins Ebenen von Körper und Geist und lassen jenseits von hormonellen Turbulenzen wieder einen freien Energiefluss zu, der im Einklang mit den natürlichen Prozessen des Lebens steht.  Ziel ist es, die äußere und innere Stabilität eines Energiesystems mit seiner selbstregulierenden Funktion zu bewahren und die natürliche Rhythmik hormoneller Veränderungen wieder als dynamischen Ablauf zu verstehen, dessen Harmonisierung zur heilsamen Erfahrung wird. Das ist ein Credo der Naturheilkunde, nicht Dogmen der evidenzbasierten Medizin.

Das achtsame Wahrnehmen dieser Bewegungen ist eine existentiell bedeutsame Erfahrung von Werden und Vergehen, die auch in den hormonellen Zyklen verschlüsselt ist. Sind wir in der Lage, die verloren gegangenen Bedeutungszusammenhänge wieder zu verstehen und in unser Sein zu integrieren, so wird gerade in den unterschiedlichen Phasen hormoneller Steuerungsprozesse jener archaische Code sichtbar, der das Dasein mit all seinen Wandlungsphasen und Rhythmen generiert.

Wenn die ganzheitliche Hormontherapie in ihrer Wirkweise die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen kann, dann ist der Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit auch in hormonell bewegten Zeiten wieder möglich und vermeintliche energetische Blockaden können aufgehoben werden, so sieht das die Naturheilkunde.

Prämenstruelles Syndrom

Wie bereits beschrieben stellt das prämenstruelle Syndrom ein häufig verbreitetes Beschwerdebild mit ausgeprägten Symptomen dar; dieses betrifft sowohl schon sehr junge Mädchen als auch Frauen bis zum Beginn der Wechseljahre.

Die Auswirkungen reichen von Stimmungsschwankungen wie Weinerlichkeit, depressive Verstimmungen, Aggressivität vor und während der Menstruation bis zu Bauchschmerzen, Unterleibskrämpfen, Kopf- und Rückenschmerzen, Migräneanfällen, Heißhungerattacken, Brustspannen, vermehrtem Einlagerungen von Wasser, Schlafstörungen und Müdigkeit. Meist bessern sich die Symptome mit Beginn der Blutung und treten dann erst wieder vor der nächsten Menstruation auf.

Häufig liegt hier bereits eine hormenelle Dysbalance vor, die nicht selten durch sogenannte anovulatorische Zyklen, als Zyklen ohne Eisprung, mit dem einhergehenden Progesteronmangel, ausgelöst werden können. Wir sprechen dann von einer Gelbkörperschwäche oder Lutealinsuffizienz, da der Gelbkörper sich nur nach dem Eisprung aus der Eihülle entwickeln kann und für die Progesteronsynthese zur Verfügung steht. Fällt der Eisprung aus, fällt der primäre Produktionsort für das Progesteron oder Gelbkörperhormon weg, das vor allem die zweite Zyklushälfte vom 15. – 28. Tag dominiert.

Das Progesteron ist mit dem Östrogen das wichtigste schwangerschaftserhaltende Hormon und kann bei Mangel zum Abort führen. Zyklen ohne Eisprung finden sich oft zu Beginn und am Ende der weiblichen Reproduktiosphase. Manchmal verbirgt sich hinter dem Östradiol-Mangel auch eine Erhöhung der männlichen Hormone z.B. die des Testosterons, das den Eisprung unterdrückt. Sind die männlichen Hormone bzw. die Androgene zu hoch, da zu viele Eibläschen heran reifen, dann leiden diese Frauen unter dem sogenannten PCO oder Polyzystischen Ovar-Syndrom.

Wie man mit diesen potentiellen Störfaktoren umgeht, sie diagnostisch in den Griff bekommt uns schließlich auch die Regulationsmechanismen wieder harmonisiert, stelle ich Ihnen gerne in meiner Praxis vor.

Zyklusunregelmäßigkeiten

Wenn eine ärztliche Abklärung keine eindeutige Ursache für Zyklusunregelmäßigkeiten wie z.B. durch Myome (Muskelgeschwulste der Gebärmutter), Zysten oder Endometriose (versprengte Gebärmutterschleimhaut) u.v.m. ergibt, so werden diese als funktionell bezeichnet.

Der Zyklus kann zu lang, zu kurz, die Blutung zu stark oder zu schwach sein oder ganz ausbleiben. Das Ausbleiben der Blutung ist häufig im Zusammenhang mit dem Absetzen nach längerer Verhütung mit Hormonen zu sehen. Jede Hormonzufuhr beeinflusst die körpereigene Hormonproduktion unabhängig, ob die Hormongabe über die Anti-Baby-Pille, die Hormonspirale oder den Hormonring erfolgt ist. Auch eine Hormonersatztherapie HRT mit synthetischen Östrogenen und Gestagenen kann Blutungsunregelmäßigkeiten nach sich ziehen. Auch hier kann unsere spezifische besonders niedrig dosierte Hormontherapie einen wertvollen Beitrag zur Behandlung der Beschwerden leisten.

Zyklusunregelmäßigkeiten lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Regeltempostörungen und Regeltypusstörungen

Amenorrhoe oder das Ausbleiben der Regel

Der Begriff Amenorrhoe bezeichnet das Ausbleiben der Regelblutung.

Dies ist während Schwangerschaft und Stillzeit ein normaler physiologischer Zustand, mit dem sich der Körper vor einer weiteren Schwangerschaft schützt.

Bleibt die monatliche Blutung außerhalb dieser Phase aus, unterscheidet man eine primäre Amenorrhoe, bei der bis über das 16. Lebensjahr hinaus keine Monatsblutung eingetreten ist von einer sekundären Amenorrhoe. Bei der der sekundären Amenorrhoe hat bereits eine Blutung stattgefunden, die dann aus verschiedenen Gründen wieder eingestellt wurde.

In manchen Fällen kommt es nicht zur Ausreifung eines Follikels.

Dann befinden sich die Östrogen- und Progesteronwerte über einen längeren Zeitraum auf niedrigem Niveau.

Es kommt auch nicht zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, was eine Menstruationsblutung unmöglich macht.

Dieser Zustand kann über Monate hinweg anhalten und wird „Pseudomenopause“ oder auch „Amenorrhoe“ genannt.

Das Follikel-stimulierende-Hormon (FSH) in der Hirnanhangdrüse bemüht sich aber fortwährend, einen neuen Eisprung auszulösen. Irgendwann gelingt dies und es gibt einen neuen Zyklus mit Eisprung und Menstruation.

mögliche Ursachen der primären Amenorrhoe

  • angeborene Chromosomenanomalien
  • genitale Fehlbildungen
  • Funktionsstörungen der Eierstöcke
  • Regulationsstörungen der hormonellen Regelkreise von Zwischenhirn und Hirnanhangdrüse

 

mögliche Ursachen der sekundären Amenorrhoe

  • psychische oder körperliche Belastungen sein
  • Stress, Reisen, familiäre Ereignisse
  • Magersucht, Gewichtsschwankungen, Essstörungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Polyzstisches Ovarien-Syndrom oder PCO
  • Erhöhte Androgen, also Dominanz der männlichen Hormone wie Testosteron
  • Hormonproduzierende Eierstocktumore
  • Hormonelle Verhütungsmitten wie die Pille
  • Post-Pill-Amenorrhoe, das Ausbleiben der Regel nach dem Absetzen der Pille
  • Medikamentös induzierte Symptome durch Psychopharmaka, Blutdrucksenker, Anti-Krebsmittel

Oligomenorrhoe oder Verlängerung des Regelintervalls

Eine Oligomenorrhoe liegt vor, wenn der Abstand zwischen zwei Blutungen mehr als 35 und weniger als 45 Tage beträgt. Diese hormonelle Dysbalance tritt vor allem nach der ersten Menstruation oder mit Beginn der Wechseljahre, also in Zeiten, die geprägt von hormonellen Veränderungen sind. Die Verlängerung des Regelintervalls resultiert aus einer Verzögerung der ersten Hälfte des Zyklus

mögliche Ursachen

  • Störungen der ovariellen Funktion
  • Fehlstimulierung des Eierstocks, die z. B. zur Bildung zahlreicher kleiner Zysten führt (polyzystische Ovarien)
  • Hormonelle Erkrankungen wie ein Überschuss an männlichen Hormonen wie Polyzystisches –Ovarien-Syndrom oder das androgenetische Syndrom
  • Leistungssport
  • Verschiedene Tumore wie Gebärmutterkrebs
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen wie Unter- oder Überfunktion oder M.Hashimoto
  • Magersucht (Anorexie)
  • Psychische Gründe, bedingt durch äußere Ausnahmezustände, z. B. Stress, oder schwerwiegende seelische Probleme

Polymenorrhoe oder Verkürzung des Regelintervalls

Wenn der Abstannd zwischen zwei Blutungen kürzer als 25 Tage ist, spricht man von einer Polymenorrhoe.

Vor allem nach der ersten Regelblutung oder am Anfang der Wechseljahre kommt es oft zu verkürzten Zyklen. Diese treten auf, wenn ein Follikel nicht ausreift und dadurch der Eisprung ausfällt oder vorzeitig stattfindet. Dadurch wird dann nur wenig Östrogen und Progesteron produziert, was zum verfrühten Einsetzen der Menstruation führt.

Auch hier sind meist hormonelle Schwankungen in Umgestaltungsphasen auslösend.

Ebenso kann Stress oder psychische Belastung zu einer verkürzten Regelblutung führen.

Hypomenorrhoe oder abgeschwächte Regelblutung

Ist die Regelblutung schwach, dauert nur 1-2 Tage oder wenige Stunden und beträgt der Blutverlust weniger als 25 Milliliter so liegt eine Hypomenorrhoe vor. Meist sind Frauen in den Wechseljahren oder übergewichtige Frauen davon betroffen.

mögliche Ursachen

  • Ovarielle Schwäche oder Insuffizienz der Eierstöcke
  • durch mangelnde Stimulation von Östrogen nur ungenügender Aufbau des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut)
  • nach Gestagen Behandlung oder Gestagen-Spirale
  • nach Ausschabungen (Kürettagen)

 

Hypermenorrhoe oder verstärkte Regelblutung

Ist die monatliche Blutung deutlich verstärkt und beträgt der Blutverlust  mehr als 150 Milliliter, so spricht man von  einer Hypermenorrhoe. Dies wird daran erkennbar, dass der Tampon spätestens alle zwei Stunden gewechselt werden muss oder täglich mehr als 4 Binden benötigt werden. Meist befinden Blutklümpchen oder Koagel im Menstruationsblut, die oft von einer hoch aufgebauten Gebärmutterschleimhaut rühren.

mögliche Ursachen

  • Myome oder Uterus myomatosus (ein oder mehrere Muskelgeschwulste der Gebärmutter)
  • Endometriose
  • Polypen
  • Nieren-und Leberinsuffizienz
  • Östrogendominanz
  • Spiralen zur Verhütung
  • Gebärmutterkrebs
  • Gerinnungsstörungen
  • Bluthochdruck
  • Stress

 

Menorrhagie oder anhaltende Regelblutung

Dauert die monatliche Regelblutung länger als normal also mehr als 7 Tage, dann wird dies als Menorrhagie bezeichnet.

mögliche Ursachen

 

Metrorrhagie, azyklische Blutungen oder Zwischenblutungen

Treten Blutungen außerhalb des monatlichen Zyklus also azyklisch  auf, dann wird dies aus Metrorrhagie bezeichnet.

Manchmal entwickeln sich zwar Follikel, reifen aber nicht weit genug aus, um Progesteron zu produzieren.

In diesen Fällen wird zwar Östrogen gebildet, was die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, aber das Progesteron fehlt, um die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten.

Dadurch lösen sich manchmal Teile der Gebärmutterschleimhaut ab, der Körper versucht aber, den Schaden zu beheben und die Blutung zu stillen.

Kurze Zeit später löst sich wieder ein Teil der Schleimhaut ab und die Blutung beginnt aufs Neue.

Diese Blutungen beginnen meist schon ab der Hälfte der Zyklusdauer und werden deshalb „Zwischenblutungen“ genannt.

mögliche Ursachen

 

Zwischenblutungen

Manchmal entwickeln sich zwar Follikel, reifen aber nicht weit genug aus, um Progesteron zu produzieren.

In diesen Fällen wird zwar Östrogen gebildet, was die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, aber das Progesteron fehlt, um die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten.

Dadurch lösen sich manchmal Teile der Gebärmutterschleimhaut ab, der Körper versucht aber, den Schaden zu beheben und die Blutung zu stillen.

Kurze Zeit später löst sich wieder ein Teil der Schleimhaut ab und die Blutung beginnt aufs Neue.

Diese Blutungen beginnen meist schon ab der Hälfte der Zyklusdauer und werden deshalb „Zwischenblutungen“ genannt.

 

Schmierblutungen

Die Zwischenblutungen sind meistens leicht und neigen dazu, sich über einen längeren Zeitraum hinzuziehen.

Das liegt daran, dass im Körper eine Art Pattsituation besteht zwischen Ablösung der Gebärmutterschleimhaut und dem Versuch die Blutung zu stillen.

Weil es meistens nicht richtig blutet, zumindest nicht so stark wie bei einer echten Periode, wird in diesen Fällen auch von einer „Schmierblutung“ gesprochen.

Abhilfe kann hier die Einnahme von Progesteron stimulierenden Präparaten z.B. Mönchspfeffer für ein paar Tage bringen.

Hormonell bedingter Haarausfall

Haarausfall ist häufig ein multifaktorielles Geschehen und kann durch viele unterschiedliche Ursachen getriggert werden. So sind psychische Belastungen, Stress, Nährstoffmangel, Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, chemische Belastungen, Intoxikationen, Schilddrüsenstörungen, Stoffwechselerkrankungen und nicht zuletzt hormonelle Ungleichgewichte dafür verantwortlich.

Häufig ist auch bei Frauen die männlich geprägte androgenetisch bedingte Allopezie, also der Überschuss an männlichen Hormonen wie Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) für die Schädigung der Haarfollikel und den daraus resultierenden Haarausfall verantwortlich. Auch in den Wechseljahren ist Haarausfall, dünner werdende Haut und die Bildung von Ekzemen oft ein Begleitsymptom des Hormonmangels.

Dieses hormonelle Ungleichgewicht sollte labortechnisch abgeklärt werden, um weitere Therapieoptonen zu ermöglichen.

Osteoporose/Osteopenie

In der Menopause kommt es nicht selten zu einer partiellen Entkalkung der Knochen. Das wird dann Osteoporose mit unterschiedlichen Vorstufen genannt. Auch hier spielt der Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Dem können wir entgegenwirken, wie ich Ihnen gerne erkläre.

Zur Bestimmung der Knochendichte können radiologische Knochendichtemessungen durchgeführt werden. Für die Knochengesundheit und die Prophylaxe von Osteoporose ist aber auch ein optimaler Parathormonspiegel zur Regulation des Kalziumhaushalts sowie weitere Parameter maßgeblich. Auch der Vitamin-D Spiegel sollte innerhalb der Referenzwerte liegen, um Knochenabbau zu verhindern. Weiterhin spielen Ernährung sowie die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortisonpräparate, Magensäureblocker etc. eine Rolle bei der Knochengesundheit. Liegen schwerwiegende Defekte vor ist eine fachärztliche Betreuung unabdingbar.